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Ferninfrarot-(FIR)-Textilien – wissenschaftliche Grundlagen, Wirkmechanismen und Evidenz

Ferninfrarot-(FIR)-Textilien – wissenschaftliche Grundlagen, Wirkmechanismen und Evidenz

Wissenschaftlicher Hintergrund zur FIR-Technologie in therapeutisch eingesetzten Textilien

Ferninfrarot-Textilien (kurz: FIR-Textilien) sind funktionalisierte Materialien, die langwellige Infrarotstrahlung im Wellenlängenbereich von etwa 4–14 µm absorbieren und wieder an den Körper abgeben. Dieser Bereich entspricht der biologischen Wärmestrahlung des Menschen.

Ziel dieser Technologie ist keine aktive Wärmeerzeugung, sondern eine tiefergehende thermische und physiologische Beeinflussung körpereigener Prozesse, ohne eine starke Erwärmung der Stoffoberfläche.

In den Textilien sind biokeramische Fasern integriert, die in der wissenschaftlichen Literatur im Zusammenhang mit Regeneration, Mikrozirkulationsparametern und physiologischer Regulation untersucht werden. Die Rückemission körpereigener Ferninfrarotanteile kann dabei thermische Mikroreaktionen an der Hautoberfläche auslösen.

 

Lage der wissenschaftlichen Evidenz

Die Wirkung von FIR-Textilien wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen thematisiert. Als in der Fachliteratur gut belegt gelten insbesondere Zusammenhänge mit:

  • Verbesserung der Mikro- und Makrozirkulation
  • Aktivierung NO-abhängiger Gefäßreaktionen
  • Beeinflussung entzündungsassoziierter Marker
  • Unterstützung muskulärer Regenerationsprozesse

Diese Effekte werden nicht als isolierte Einzelwirkungen, sondern als Ergebnis thermophysiologischer und vaskulärer Regulationsmechanismen beschrieben.

 

 

Deep-Dive Research – ausgewählte Studien & Übersichtsarbeiten

Die nachfolgenden Arbeiten geben einen Überblick über die aktuelle wissenschaftliche Auseinandersetzung mit FIR-Textilien und angrenzenden Technologien:

Thematische Übersichtsarbeiten 

Ausgewählte Originalstudien

(Die Verlinkungen führen zu PubMed, PMC oder den jeweiligen Fachjournalen.)

 

Kurzfazit zur Studienlage

FIR-Textilien zählen zu den am besten untersuchten funktionalen Textiltechnologien im Bereich medizinisch und therapeutisch eingesetzter Smart-Textilien.

Die Hauptwirkung entsteht durch die Rückemission körpereigener Ferninfrarotstrahlung, die laut Studienlage mit Verbesserungen von Durchblutung, Zellstoffwechsel und Regeneration in Verbindung gebracht wird.
Die wissenschaftliche Evidenz wird insgesamt als solide bewertet, ist jedoch abhängig von Materialqualität, Textilaufbau und der keramischen Komponenten.

 

Anwendungsgebiete von FIR-Textilien

FIR-Textilien finden Anwendung in unterschiedlichen Bereichen und Zielgruppen. Die Technologie wird im medizinischen, therapeutischen und sportmedizinischen Umfeld ebenso untersucht wie im alltagsnahen Einsatz.

Sport- und Leistungsförderung

Im Leistungs- und Profisport werden FIR-Textilien seit Jahren begleitend eingesetzt, um Regenerationsprozesse zu unterstützen, Belastungsphasen zu begleiten und physiologische Erholungsmechanismen zu adressieren.

  • Cao, Y., et al. (2020). Auswirkungen von Ferninfrarotstrahlung auf sportliche Leistung und Regeneration. Zeitschrift für Sportwissenschaft und Medizin, 19(1), 56–62.
  • Kwon, JW, Kim, YS (2018).Wirksamkeit von Ferninfrarotstrahlung auf die Erholung nach dem Training bei Sportlern. Journal of Thermal Biology, 72, 91–96.

Chronische Schmerzen und Gelenkbeschwerden

FIR-basierte Anwendungen – darunter auch textilbasierte Lösungen für Gelenkregionen – werden in Studien im Zusammenhang mit Durchblutungsparametern, entzündungsassoziierten Prozessen und Schmerzwahrnehmung untersucht. Die Ergebnisse werden in der Fachliteratur als vielversprechend beschrieben.

  • Yoo, WJ, Park, YB (2016). Auswirkungen von Ferninfrarotstrahlung auf Schmerzen und Entzündungen bei Patienten mit Osteoarthritis. Journal of Clinical Rheumatology, 22(5), 239–245.
  • Berman, BM, et al. (2018). Ferninfrarot-Strahlentherapie bei chronischen Schmerzen und Entzündungen. Journal of Pain Research, 11, 1073–1083.

Akute Verletzungen und Rehabilitation

Weitere wissenschaftliche Arbeiten untersuchen FIR-Textilien im Kontext von Muskelschäden, Rehabilitationsprozessen und postbelastungsassoziierten Beschwerden.

  • Barreto, F., et al. (2017). Therapeutische Wirkung von Ferninfrarotstrahlung auf Muskelverletzungen. Journal of Rehabilitation Research and Development, 54(6), 933–943.
  • Lee, DG, Chung, KY (2016). Ferninfrarotstrahlung in der Rehabilitation von Weichteilverletzungen. Journal of Clinical Rehabilitation, 30(7), 1024–1031.

Ältere Menschen

Für ältere Anwender werden FIR-Textilien insbesondere im Zusammenhang mit Durchblutung, Beweglichkeit und gelenkassoziierten Beschwerden untersucht. Mehrere Übersichtsarbeiten berichten über positive Effekte.

  • Huang, HF, Wang, SC (2015). Auswirkungen von Ferninfrarotstrahlung auf die Gesundheit älterer Menschen. Aging Research Reviews, 23, 92–103.
  • Zhao, L., Lin, X. (2017). Die Rolle der Ferninfrarotstrahlung bei der Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates bei älteren Menschen. Klinische Interventionen im Alter, 12, 35–42.

 

Einordnung: FIR-Textilien als ergänzender Baustein in therapeutischen Konzepten

Therapeutisch eingesetzte FIR-Textilien sind keine klassischen Kompressions- oder Stabilbandagen, sondern funktionale Materialien, die gezielt zur Unterstützung physiologischer Regulationsprozesse genutzt werden. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung, können jedoch ergänzend in bestehende Therapie-, Rehabilitations- oder Regenerationskonzepte integriert werden.

Gerade im internationalen Leistungs- und Profisport haben sich FIR-Textilien als fester Bestandteil sportmedizinischer Praxis etabliert und werden dort seit Jahren von Sporttherapeuten und Ärzten eingesetzt.

 

Thermophysiologischer Ansatz statt mechanischer Kompression

Viele klassische Bandagen arbeiten primär über mechanische Kompression, um Stabilität oder sensorisches Feedback zu erzeugen. In der Fachliteratur wird jedoch diskutiert, dass anhaltender Druck – insbesondere bei längerer Tragedauer oder körperlicher Aktivität – den lokalen Wärmeaustausch, die Hautdurchblutung sowie den Feuchtigkeitstransport beeinflussen kann.

Therapeutisch eingesetzte FIR-Textilien verfolgen daher teilweise einen anderen Ansatz. Statt mechanischem Druck steht die Beeinflussung thermophysiologischer Prozesse im Vordergrund. Ziel ist es, körpereigene Regulationsmechanismen zu unterstützen, ohne das Gewebe mechanisch zu belasten. Dieser Ansatz hat sich insbesondere im Leistungs- und Profisport etabliert, wo kontinuierliche Anwendung, Bewegungsfreiheit und Regeneration zentrale Anforderungen darstellen.

Dieser Ansatz ermöglicht insbesondere eine längere und kontinuierliche Anwendung, wie sie in Therapie- und Regenerationskonzepten häufig erforderlich ist.

 

Funktionale Materialien, negative Ionen und neurovaskuläre Regulation

In einigen FIR-Textilien kommen funktionale Materialien wie Germanium- und Kohlenstoffbestandteile zum Einsatz. Diese werden in der wissenschaftlichen Literatur unter anderem im Zusammenhang mit der Emission negativer Ionen sowie mit elektrophysiologischen Prozessen an der Hautoberfläche beschrieben.

Negative Ionen werden in Forschungsarbeiten mit neurovaskulären Regulationsmechanismen in Verbindung gebracht. In diesem Kontext wird auch die Stickstoffmonoxid-(NO)-vermittelte Gefäßreaktion diskutiert – ein physiologischer Prozess, der zur Weitstellung kleiner Blutgefäße beitragen kann und Einfluss auf Mikrozirkulation und Wärmeverteilung nimmt. Diese Zusammenhänge werden nicht als isolierte Wirkungen verstanden, sondern als Teil komplexer regulatorischer Prozesse.


Rechtlicher Hinweis

Die dargestellten Inhalte basieren auf der allgemeinen physiologischen und materialwissenschaftlichen Forschung zu FIR-Textilien, Ionenemissionen und NO-Signalwegen.
Sie stellen keinen produktspezifischen Wirksamkeitsnachweis dar und ersetzen keine medizinische Beratung oder Behandlung.

Anwendung in Therapie, Rehabilitation und Regeneration.

FIR-Textilien im therapeutischen Einsatz

In der therapeutischen Praxis werden FIR-basierte Textilien in unterschiedlichen Anwendungsbereichen eingesetzt. Nachfolgend findest Du Beispiele für Medizinprodukte, die auf dem beschriebenen technologischen Ansatz basieren und ergänzend in Therapie-, Rehabilitations- oder Regenerationskonzepte integriert werden.

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